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Alt 23.02.2009, 09:51   #76
Hasi
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Raketenbau in Samara

Samara ist seit Jahrzehnten der Fertigungsort der russischen Sojus-Raketen. In Kürze wird der Dauerbrenner unter den Trägersystemen auch in Französisch Guyana abheben, in Zusammenarbeit mit der europäischen Raumfahrtagentur ESA. Diese hat aus diesem Anlass einen Bericht über die Raketenbauer in Samara gedreht, von dem russland.TV eine exklusive deutschsprachige Version zeigt
(ca. 4 min.) Windows Media

http://www.russland.tv/video/raksamara.php
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Alt 01.03.2009, 13:34   #77
Hasi
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Putin verspricht: Keine Wirtschaftskatastrophe in Russland

MOSKAU, 27. Februar (RIA Novosti). Die aktuelle Wirtschaftskrise lässt sich laut Wladimir Putin kaum schnell bekämpfen. Die Regierung sei aber imstande, eine Katastrophe zu verhindern.

„Wir müssen feststellen, dass die Krise noch nicht zu Ende geht und nicht einmal seinen Höhepunkt erreicht hat. Die von den meistentwickelten Ländern getroffenen Maßnahmen haben keine sichtbaren Ergebnisse gebracht“, sagte der Kabinettschef am Freitag in einer Beratung mit der Führung der regierungstreuen Partei „Geeintes Russland“.

Möglicherweise lasse sich die Krise noch ziemlich lange nicht überwinden, denn ihre Ausmaße seien zu groß.

„Die Lage ist kompliziert, das Jahr wird schwer sein - es wird aber keine Katastrophe geben. Wir sind imstande, die Lage unter Kontrolle zu halten, und wir werden das auch tun“, hieß es.
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Alt 10.03.2009, 14:02   #78
Hasi
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Bewährungsprobe für Russla

ERSTE-SPARINVEST KAG, der Fondsgesellschaft der Erste Group Bank und der österreichischen Sparkassen.

Der Absturz der Rohstoffpreise, die Ausbreitung der Wirtschaftskrise und der Krieg in Georgien haben der russischen Wirtschaft 2008 schwer zu schaffen gemacht. Ausländische Investoren, die den Wirtschaftsboom in den vergangenen fünf bis zehn Jahren maßgeblich stimuliert hatten, brachten ihre Gewinne ins Trockene und zogen Kapital von den Börsen ab. Infolge des dramatisch gesunkenen Ölpreises könnte das Budgetdefizit in diesem Jahr bis zu acht Prozent der Wirtschaftsleistung ausmachen. Der Rubel verlor seit August des Vorjahres um rund 35 Prozent an Wert. Daher wundert es nicht, dass das Licht am Ende des Tunnels derzeit kaum wahrgenommen wird. Über die vergangenen Jahre hindurch wurden Länder wie Brasilien, Russland, Indien und China nicht mit dem Begriff "Entwicklungsländer" assoziiert, sondern mit Begriffen wie Aufschwung, Wachstum und Dynamik. Von mancher Seite wurde die These vertreten, dass sich die Emerging Markets von der Abschwächung der Weltwirtschaft und damit auch von Amerika abkoppeln könnten. Die Finanzkrise hat uns eines besseren gelehrt. Zwar gehören die hohen Wachstumsraten vorerst der Vergangenheit an, an den langfristig positiven Aussichten für die gesamte CEE Region hat sich nichts geändert. Der Nachholbedarf bei der Infrastruktur, beim Konsum oder bei der Etablierung eines Bankwesens nach westlichem Standard bleibt die nächsten zwei Jahrzehnte bestimmend.

2009: Nullwachstum prognostiziert

Die meisten volkswirtschaftlichen Kennzahlen liefern derzeit wenig Grund für Optimismus. Durch die internationale Kreditkrise sind die Kapitalströme in das 142 Millionen Einwohner-Land mit seiner riesigen Fläche von mehr als 17 Millionen Quadratkilometern ins Versiegen geraten. Nach Jahren hohen BIP-Wachstums werden der niedrige Ölpreis und die Wirtschaftslaute die russische Wirtschaft in diesem Jahr bestenfalls stagnieren, wenn nicht sogar schrumpfen lassen. Ursprünglich ging die Regierung für dieses Jahr von einem Durchschnittspreis von 91 Dollar je Fass aus. Derzeit liegt er aber nur bei gut 40 Dollar. War man in den vergangenen Jahren BIP-Wachstumsraten zwischen fünf und zehn Prozent gang und gäbe, so prognostiziert die russische Zentralbank für 2009 lediglich ein Nullwachstum. Die Industrieproduktion ist allein im Dezember um 10,3 Prozent geschrumpft.
In die Abwärtsspirale mitgezogen wurde auch der Arbeitsmarkt: Die Arbeitslosenrate ist über sieben Prozent gesprungen und damit so hoch wie zuletzt 2005. Der Preisanstieg bewegt sich konstant über zehn Prozent, sodass der russischen Zentralbank nichts anderes übrig blieb, als die Zinsen vor wenigen Tagen auf aktuell 13 Prozent zu erhöhen. Die Ratingagentur Fitch hat am 4. Februar das Rating von Russland auf BBB (von BBB+) gesenkt. Da sich die Luft zwischen der großteils einkommensschwachen Bevölkerung und der finanziell nach wie vor gut situierten Oberschicht verschärft, können soziale Unruhen nicht ausgeschlossen werden. Wie schnell ein Konflikt in eine gewaltsame Auseinandersetzung münden kann, dafür lieferte der bewaffnete Konflikt mit Georgien den Beweis: Und der Gaskonflikt mit der Ukraine demonstriert, wie sehr manche westeuropäische Länder von russischen Energiequellen anhängig sind.

Licht und Schatten

Das vordergründig düstere Bild hat auch hellere Facetten: Die Lage der russischen Wirtschaft stellt sich verglichen mit dem Krisenjahr 1998 als wesentlich stabiler dar. Dank des bis zur Jahresmitte 2008 kontinuierlich gestiegenen Öl- und Gaspreise verfügt Russland immer noch über Devisenreserven von aktuell 385 Mrd. Dollar. Mit dieser "Kriegskasse" verfolgt die Zentralbank eine Politik der kleinen Schritte in Bezug auf die Abwertung des Rubel. Nun hält sie die Landeswährung in einem breiten Band zu einem Währungskorb aus Euro und Dollar mit einer oberen Grenze von 41 Rubel. Der schwache Rubel kommt zwar den Exporteuren zugute, ist aber Banken und Unternehmen, die im Laufe der Jahre hohe Auslandsschulden angehäuft haben, weniger dienlich. Die Politik, wie immer man auch zu ihr stehen mag, vermittelt dem Ausland ein Bild der Stabilität, die man in den 90-er Jahren vergeblich gesucht hatte. Vladimir Putin steht schon seit einem Jahrzehnt an der Spitze des Staates, zuerst als Präsident, nun als Ministerpräsident und vielleicht in einigen Jahren wieder als Präsident. Die Zusammenarbeit mit dem als "Liberalen Reformer" geltenden Präsidenten Dimitri Medwedew wird anders als bei den verantwortlichen Akteuren in der Ukraine als harmonisch und konstruktiv wahrgenommen.

2010 wieder auf Wachstumskurs?

Nach dem zu Jahresbeginn offen ausgetragenen Gasstreit mit der Ukraine, der auch auf Westeuropa abgefärbt hat, strebt der Kreml nun eine Verbesserung der Handelsbeziehungen mit der Europäischen Union an. Dies könnte Investoren dazu bewegen, nach und nach wieder Kapital in die Hand zu nehmen, um die ins Stocken geratenen Projekte voran zutreiben. Die russische Zentralbank geht davon aus, dass die Wirtschaft nach dem erwarteten "Durchhänger" im heurigen Jahr, schon 2010 wieder auf den Wachstumskurs einschwenken wird. Das BIP sollte 2010 auf 3,8 Prozent steigen, sofern die Prognosen nicht revidiert werden müssen.
In dieses Bild passt eine Umfrage der Economist Intelligence Unit, die im Auftrag des Kreditversicherers Atradius im November 2008 durchgeführt wurde: Nach Ansicht von 300 Vorständen, Geschäftsführern und leitenden Angestellten von CEE-Unternehmen stehen die Länder der Region in diesem Jahr vor ihrer Bewährungsprobe. 40 Prozent der befragten Unternehmen sehen mäßige Auswirkungen durch die Kreditkrise, 30 Prozent große bzw. sehr große. So groß die Sorgen über die derzeitigen Instabilitäten an den Finanzmärkten sind, so optimistisch sind die Einschätzungen für die langfristigen Wachstums- und Wirtschaftsperspektiven auf den Märkten Mittel- und Osteuropas. Im Laufe der kommenden drei Jahre rechnen die meisten Unternehmer mit einem Umsatzwachstum von über sechs Prozent. Neun von zehn Befragten sehen in den nächsten Jahren steigende Gewinne.
Attraktive russische Staats- und Unternehmensanleihen
Es lohnt sich ein Blick auf die Finanzmärkte, denn sowohl die Renten- als auch die Aktienmärkte warten mit nicht täglich vorhandenen Ertragschancen auf: Russische Staatsanleihen rentieren derzeit zwischen sieben und acht Prozent und damit um vier bis fünf Prozentpunkte über den Renditen vergleichbarer Euro-Staatsanleihen. Dank der niedrigen Staatsverschuldung verfügt das Land über erhebliche Devisenreserven, die den kleinen Malus durch die Rating-Abstufung abfedern. An den Kreditmärkten werden Titel mit erstklassiger Bonität wie Gazprom oder VTB mit historisch hohen Risikoaufschlägen von acht bis zehn Prozent gehandelt. Einige Investoren haben den Braten bereits gerochen: Die Preise für russische Unternehmensanleihen sind seit Jahresbeginn bereits um rund 14 Prozent angezogen, Wenn an den Märkten für Unternehmensanleihen die Zuversicht Oberhand gewinnt, sind weitere Kursgewinne vorprogrammiert.

Börse Moskau: Günstiges KGV von drei bis vier

Ein noch viel größeres Potenzial bergen die Aktienmärkte in sich. Der russische Börsenindex RTS hat seit Mai 80 Prozent an Wert verloren. Mit einem KGV von drei bis vier zählt die Börse Moskau zu den billigsten Aktienmärkten weltweit. Der amerikanischen Ölriese Exxon Mobil bringt mit 388 Mrd. Dollar eine höhere Marktkapitalisierung in die Waagschale als alle im RTS gelisteten Unternehmen zusammen. Und die Unternehmen notieren deutlich unter Buchwert, sofern diese Gewinnprognosen halten.
Fazit: Wenn man die Lage der russischen Finanzmärkte betrachtet, zeigen sich Parallelen zum Krisenjahr 1998. Die Aussichten auf eine Erholung sind aber nicht so schlecht, wie das Bild, welches die Schlagzeilen vermitteln. Investoren, die sich an den Aktien- und Anleihenmärkten engagieren möchten, sollten solide gemanagte und breit diversifizierte Investmentfonds heranziehen.

Geändert von Hasi (10.03.2009 um 22:53 Uhr).
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Alt 10.03.2009, 22:54   #79
Hasi
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Russland plant für 2009 Investitionen in Milliardenhöhe

ST. PETERSBURG, 06. März (RIA Novosti). Russland plant für dieses Jahr Investitionen in einem Gesamtvolumen von 1,1 Billionen Rubel (24,245 Milliarden Euro).

Das teilte der russische Ministerpräsident Wladimir Putin am Freitag in einer Beratung in St. Petersburg zu Problemen der Entwicklung von Seefahrtstechnik mit. "Mehr als 800 Milliarden Rubel davon sollen in die Bauwirtschaft angelegt werden ... Im vergangenen Jahr belief sich die Summe der Investitionen auf 858 Milliarden Rubel."

Darüber hinaus seien knapp 800 Milliarden Rubel für die Förderung von High-Tech-Branchen bestimmt. Die Regierung stelle 300 Milliarden Rubel bereit und die (staatliche Entwicklungsbank) VEB habe noch fast 300 Milliarden Rubel. Zudem hätten andere Banken Bewilligungen für diese Zwecke in Höhe von 200 Milliarden Rubel eingeplant. Im Vergleich zu den früheren Jahren sei eine gewisse Steigerung zu verzeichnen, sagte Putin
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Alt 17.03.2009, 00:10   #80
Hasi
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Kreml will öffentliche Erörterung seines Anti-Krisen-Plans


MOSKAU, 16. März (RIA Novosti). Die russische Regierung will ihren umfassenden Plan für die Bekämpfung der Finanzkrise zur öffentlichen Erörterung vorlegen.

„Dieses Dokument soll in die Staatsduma zeitgleich mit den Haushaltsgesetzen kommen und in den Medien veröffentlicht werden, damit eine öffentliche und Expertendiskussion stattfinden kann“, sagte Regierungschef Wladimir Putin am Montagabend.

Das Kabinett hatte zuvor angekündigt, den Anti-Krisen-Plan und die geplanten Haushaltskorrekturen am 19. März in einer Sitzung erörtern zu wollen.

Im laufenden Jahr wolle die Regierung insgesamt 1,5 Billionen Rubel (33 Milliarden Euro) für die Umsetzung der geplanten Anti-Krisen-Maßnahmen bereitstellen, so Putin weiter. Dabei erfülle der Staat vollständig seine Sozialverpflichtungen.
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Alt 17.03.2009, 00:24   #81
Hasi
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Russische Industrie kommt wieder in Schwung


MOSKAU, 16. März (RIA Novosti). Nach dem Rückgang im Januar hat die Industrieproduktion in Russland im Februar um 6,4 Prozent zugelegt. Dennoch lag sie um 13,2 Prozent unter dem Stand vom Februar des Vorjahres.

Das teilte das Statistikamt Rosstat am Montag mit. Im Januar war die Industrieproduktion um 19,9 Prozent gegenüber Dezember 2008 geschrumpft.

Vor dem Hintergrund der Weltfinanzkrise lag die Industrieproduktion im Januar und Februar dieses Jahres um 14,6 Prozent unter dem Stand des Vorjahreszeitraums. Nach der jüngsten Prognose des Wirtschaftsministeriums soll der Rückgang der Industrieproduktion in diesem Jahr 5,7 Prozrnt gegenüber 2008 betragen, vorausgesetzt, dass der Ölpreis nicht unter 41 Dollar je Barrel (159 Liter) fällt
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Alt 17.03.2009, 10:46   #82
marica
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Zitat:
Zitat von Hasi


Putin verspricht: Keine Wirtschaftskatastrophe in Russland

MOSKAU, 27. Februar (RIA Novosti). Die aktuelle Wirtschaftskrise lässt sich laut Wladimir Putin kaum schnell bekämpfen. Die Regierung sei aber imstande, eine Katastrophe zu verhindern.

„Wir müssen feststellen, dass die Krise noch nicht zu Ende geht und nicht einmal seinen Höhepunkt erreicht hat. Die von den meistentwickelten Ländern getroffenen Maßnahmen haben keine sichtbaren Ergebnisse gebracht“, sagte der Kabinettschef am Freitag in einer Beratung mit der Führung der regierungstreuen Partei „Geeintes Russland“.

Möglicherweise lasse sich die Krise noch ziemlich lange nicht überwinden, denn ihre Ausmaße seien zu groß.

„Die Lage ist kompliziert, das Jahr wird schwer sein - es wird aber keine Katastrophe geben. Wir sind imstande, die Lage unter Kontrolle zu halten, und wir werden das auch tun“, hieß es.



der alte roßteuscher ist nervöß & eiert durch die gegend.
sein gesellenstück hat er mit dem ukreinezircus total verpatzt.
dekratierung des nachgemachten tschekisten ist überfallig.
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Alt 17.03.2009, 11:49   #83
Dagobert Duck
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Zitat:
Zitat von marica
der alte roßteuscher ist nervöß & eiert durch die gegend.
sein gesellenstück hat er mit dem ukreinezircus total verpatzt.
dekratierung des nachgemachten tschekisten ist überfallig.


.....und dann kommen die RECHTEN & LINKEN "Subjekte" wieder aus den löchern gekrochen, die rattenfänge der demokratie

Ne Ne, lieber nicht.
Krisen sind wie krankheiten, entweder vereckt man(n) oder das Immunsystem wird gestärkt
Die amis werden verrecken mit ihrer unbezahlbaren luxus streitmacht, und die russen in der krise gestärkt, wenn sie clever investieren, und nur eine atomare-vergeltungs streitmacht unterhalten zur see & land!

Wenn ich der Russische Boss wäre, würde ich eher bis 2020 totalen Freihandel einführen, und die Körperschaft Steuer auf 19,5% begrenzen!
Dann kommen zuvor die investoren in scharren aus aller welt!!!!!
Der rest erledigt sich dann von selbst, wenn der staat sparsam bleibt

.....und nicht wie deutschland im saus und braus lebt und scheckbuch diplomatie betreibt, auf kosten der eingeborenen.
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Alt 17.03.2009, 12:13   #84
marica
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nein Dago.

wenn du so einem blindgänger mit der kanone begegnest immer darauf achten, dass du mindestens 10 m abstand hast.
vorsicht ist die mutter der porzelankist.
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Alt 27.03.2009, 23:18   #85
Hasi
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Zentralbank: Schlimmste der Krise in Russland vorbei

Freitag, 27. März 2009, Moskau (Reuters) -
Russland hat nach Einschätzung der Zentralbank das Schlimmste in der gegenwärtigen Wirtschaftskrise hinter sich.

Der Kapitalabfluss ebbe ab, und Ausländer investierten wieder in Aktien in Russland, sagte der erste Zentralbank-Vize Alexej Uljukajew am Freitag in einem Interview dem Radiosender Echo Moskau. "Ich denke, die schärfste Phase der Krise ist überstanden." Zwar sei die Inflation weiterhin hoch und die Industrieproduktion gehe zurück, aber die Lage sei stabil. Zugleich signalisierte Uljukajew Zinssenkungen in den kommenden Monaten. Davon könne die heimische Wirtschaft profitieren.

Ein Einbruch des Wachstums und ein Verfall der Landeswährung Rubel hat Russland in den vergangenen Monaten in eine schwere Krise gestürzt und die Popularität von Ministerpräsident Wladimir Putin auf die Probe gestellt. Die Zentralbank stützte die Landeswährung mit massiven Interventionen, um eine Wiederholung der Russlandkrise von vor zehn Jahren zu verhindern. Dazu gehörte auch ein vergleichsweise hoher Leitzins. Allerdings deute sich nun eine Abkühlung bei der Inflation ab, sagte Uljukajew. Derzeit liegt die Teuerungsrate ungefähr bei 13 Prozent auf Jahresbasis. "Ich denke, dass es ziemlich realistisch ist, im zweiten Quartal eine Kürzung des Leitzinses zu erwarten", sagte er. "Der Schritt wird klein sein, aber er ist wichtig, um einen Trend zu signalisieren." Derzeit liegt der Leitzins bei 13 Prozent und damit deutlich höher als in den meisten anderen Industrie- und Schwellenländern.

Innerhalb der russischen Regierung ist umstritten, ob tatsächlich der Tiefpunkt der Krise erreicht ist. Manche verweisen auf den zuletzt wieder gestiegenen Ölpreis, der den Rubel und die Aktienkurse stützt und so die Wirtschaft in Russland belebt. Andere wie Finanzminister Alexej Kudrin betonen dagegen, dass es für eine Entspannung zu früh sei.

Quelle: http://de.reuters.com/article/econo...E52Q0C420090327
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Alt 04.04.2009, 23:07   #86
Hasi
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Putins Krisenprogramm: Aufschwung durch Sozialausgaben

Moskau. Putins Antikrisenprogramm sei vor allem ein Sozialprogramm: Ankurbeln der Wirtschaft durch mehr Geld für soziale Ausgaben, eine Million neuer Arbeitsplätze, Weg vom Rohstoffexport - verspricht die Kremlpartei.

Hatten bisher Putin und Medwedew vor allem den Banken und Oligarchen mit Milliardensubventionen unter die Arme gegriffen, versucht Putin nun, das Land für ein neues "nationales Projekt" zu mobilisieren.

Das in den vergangenen fetten Jahren Angesparte soll für einen sozial basierten Wirtschaftsaufschwung eingesetzt werden, versprechen zumindest Regierungsmitglieder.

Das ehrgeizige Programm, dass in der Regierungssitzung am vergangenen Donnerstag beschlossen wurde, soll nach Beratung und Diskussion mit Gewerkschaften und gesellschaftlichen Organisationen am 10.April in der Duma beraten und beschlossen werden.

Bereits am 6.April soll Putin (auf Anweisung Medwedews) erstmals den alljährlichen Rechenschaftsbericht der Regierung vor dem Parlament erstatten.

Putins Programm sieht Korrekturen am laufenden Staatshaushalt vor - allerdings keine Kürzungen, sondern insgesamt sogar Mehrausgaben für den sozialen Bereich. Trotz Mindereinnahmen von über 4.000 Milliarden Rubel (etwa 90 Milliarden Euro) sollen die Haushaltsausgaben um 667 Milliarden Rubel (ca 15 Mrd Euro) steigen, erklärt der Vorsitzende der Kremlpartei, Boris Gryslow.

Das Etat-Wunder soll laut Gryslow durch Rücklagen aus dem "Stabilisierungsfond" und "anderen Quellen" bezahlt werden.

Kürzungen bei Bürokraten - zugunsten der Rentner?

Vizepremier Alexander Schukow erklärte sogar am Wochenende in einem Fernsehinterview, ein grosser Teil der sozialen Mehrausgaben solle durch Kürzungen im Staatsapparat erreicht werden.

Die Erhöhung der Renten in 2009 um durchschnittlich 24 % sei fast vollständig durch Kürzungen bei Bürokraten abgedeckt. Es wäre das erste Mal in der neueren russischen Geschichte, dass eine Umverteilung von oben nach unten stattfindet.

Das Antikrisenprogramm soll vor allem sozial sein

Der Kern des Antikrisenprogramms sei ein Soziales Programm, mit dem die heimische Wirtschaft angekurbelt werden solle, sagte Schukow. Dadurch unterscheide sich das russische Antikrisenprogramm von dem, was in anderen Staaten beschlossen wurde.

Es gehe dabei auch darum, vom Rohstoffexport wegzukommen. Das Wirtschaftswachstum solle auf die Binnennachfrage umorientiert werden, die wesentlich stabiler sei. Beide Teile des Programms - der soziale und der wirtschaftliche - seien darum eng miteinander verbunden, erklärte Schukow.


Märchenhaft: Steuersenkungen mitten in der Krise

Die Gewinnsteuer für Unternehmen solle von 24 auf 20 Prozent gesenkt werden. Für Privatpersonen solle es mehr Abschreibungsmöglichkeiten geben.


Der Zusammenbruch von "systembildenden" Unternehmen, von denen die Arbeitsplätze in ganzen Städten und Regionen abhängen, müsse verhindert werden, versprach Schukow. Es sollten aber nur "lebensfähige" und konkurrenzfähige Unternehmen gefördert werden.


Eine Million neuer Arbeitsplätze

Insgesamt, so ergänzt der Duma-Abgeordnete Andrej Issajew, sollen durch die Umorientierung der Wirtschaft eine Million neuer Arbeitsplätze geschaffen werden. Etwa 200.000 Menschen sollen umgeschult werden.


Der Staat werde auf jeden Fall alle sozialen Verpflichtungen erfüllen, sicherte Schukow zu. In den Bereichen Gesundheit und Bildung solle es keine Kürzungen, sondern neue Projekte geben, so im Kampf gegen Krebs und Herz- und Kreislaufkrankheiten. Auch solle es mehr Studenten ermöglicht werden, auf Staatskosten zu studieren.

Es kann aber lange dauern ...

Ziel des Antikrisen-programms sei es, die Voraussetzungen für eine schnelle Entwicklung nach der Krise zu schaffen - die allerdings länger als nur ein Jahr andauern könne. Darauf müsse man sich vorbereiten, mahnte Schukow,
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Alt 09.04.2009, 23:12   #87
Hasi
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Standard in Deutschland ein "Russlandjahr"? wohl eher unwahrscheinlich...oder?

Handel zwischen Russland und Frankreich auf Höhenflug

MOSKAU, 09. April (RIA Novosti). Der gegenseitige Handel zwischen Russland und Frankreich ist im vergangenen Jahr um 35 Prozent auf mehr als 22 Milliarden US-Dollar gewachsen.

Das teilte Boris Gryslow, Vorsitzender der Staatsduma (Unterhaus des russischen Parlaments), am Donnerstag zum Auftakt der 14. Sitzung der russisch-französischen Parlamentskommission mit.

Er verwies auf gute Kooperationschancen in den Bereichen Raumfahrt, Flugzeug- und Automobilbau, Verkehr, Energie und Landwirtschaft. Vom hohen Stand der Beziehungen zwischen beiden Staaten spräche der Umstand, dass 2010 in Frankreich zum Russland-Jahr und in Russland zum Frankreich-Jahr ausgerufen worden sei, sagte Gryslow. Angesichts der Weltfinanzkrise „müssen unsere Staaten die wertvollen Erfahrungen ihrer bilateralen Zusammenarbeit aktiv nutzen“, führte er aus.
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Alt 10.04.2009, 09:41   #88
winner
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ein Schweizerjahr in Deutschland wohl auch nicht?
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Alt 12.04.2009, 20:03   #89
Goldfisch
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Irak baut Infrastruktur mit Russland auf und gibt Garantien für Investitionen
12:06 | 11/ 04/ 2009


MOSKAU, 11. April (RIA Novosti). Der irakische Premier Nuri al-Maliki hat Leiter von russischen Unternehmen in den Irak zu Verhandlungen eingeladen.

"Wir sehen heute, wie viele Konzerne der Welt um das Recht wetteifern, einen Vertrag mit dem Irak zu bekommen, und möchten die hier anwesenden Leiter der russischen Wirtschaft in den Irak einladen, um mit den Kollegen die Teilnahme an Projekten unmittelbar vor Ort zu besprechen", sagte Premier al-Maliki am Samstag während eines russisch-irakischen Rundtischgesprächs in Moskau.

Der Irak sei bereit, den Schutz der Investitionen der russischen Unternehmen in seine Wirtschaft zu garantieren.

Al-Maliki bezeichnete seinen Russland-Besuch als "historisch und wichtig". Dieser Besuch gebe einen Orientierungspunkt für die weitere Zusammenarbeit.

"Irak möchte die ganze Infrastruktur wieder aufbauen sowie den Erdöl- und Erdgasexport erhöhen. Buchstäblich alles im Irak braucht Erneuerung und Entwicklung", teilte der Premier mit.

Im Irak sollen alle notwendigen Bedingungen für die Arbeit der russischen Unternehmen und für deren Teilnahme an der Wiederherstellung der irakischen Wirtschaft geschaffen werden.

"Bei uns ist alles vorhanden, damit Sie arbeiten können", versicherte der Premier.

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Alt 23.04.2009, 14:31   #90
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Russlands Wirtschaft: Talsohle schon durchschritten?

MOSKAU, 22. April (Wlad Grinkewitsch, RIA Novosti). Die meist diskutierte Frage unter Wirtschaftsexperten ist, ob Russlands Wirtschaft bereits die Talsohle hinter sich gelassen hat oder nicht?

Die letzten Statistiken lassen die Optimisten auf ein baldiges Wiedereinsetzen des Wirtschaftswachstums in wenigen Monaten hoffen. Doch die Lage auf dem russischen Kreditmarkt und die internationalen Konjunkturaussichten, die wenig Erfreuliches in Bezug auf ein baldiges Wiederanziehen der Nachfrage nach russischen Rohstoffen verspricht, zeugen eher davon, dass es bis zum wirtschaftlichen Aufschwung noch ziemlich lange dauern dürfte.

Zahlen-Wirrwarr

Die von der russischen Statistikbehörde Rosstat vorgestellten Daten über die Industrieproduktion im ersten Quartal 2009 sind nicht eindeutig. Einerseits ist ein weiterer Rückgang unübersehbar. So schrumpfte beispielsweise Russlands Industrieproduktion im ersten Quartal 2009 um 14,3 Prozent im Vergleich zur Vorjahreszeit und um 14,6 Prozent im Vergleich zum vierten Quartal 2008.

Nach der Verlangsamung des Produktionsrückgangs im Februar, als das Rezessionstempo im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ca. 13,3 Prozent (gegenüber 16 Prozent im Januar) ausmachte, war im März 2009 eine deutliche Beschleunigung des Rückgangs zu verzeichnen, und zwar in der Größenordnung von etwa 13,7 Prozent (im Vergleich zum März 2008).

Einige Beobachter fühlten sich deswegen berechtigt zu sagen, dass die Talsohle der Wirtschaftkrise für die heimische Industrie angeblich noch nicht erreicht sei, und dass auf das Land unweigerlich eine zweite Welle der Krise warte. Doch es verdichten sich auch Anzeichen, wonach die Talsohle bereits erreicht sein dürfte.

Die monatliche Veränderungsdynamik des russischen Industrieproduktionsindex sieht in der letzten Zeit gar nicht so übel aus, sondern eher positiv. So wuchs er im Februar 2009 um 6,4 Prozent im Vergleich zum Januar 2009, der Industrieproduktionsindex im März war um 11,1 Prozent besser als der im Februar.

„Wir haben die Talsohle erreicht und nun befinden wir uns darin“, beschreibt Jewsej Gurwitsch, Leiter der Gruppe der Wirtschaftsexperten, die Situation. „Wir werden im April wohl in dieser Position verweilen müssen, und dann werden wir beginnen zu wachsen, wenn auch langsam.“

Der stellvertretende Rosstat-Leiter, Igor Uljanow, ist überzeugt, dass man, wenn in den nächsten zwei Monaten kein weiterer Produktionsrückgang verzeichnet wird, mit Gewissheit sagen könnte, dass die russische Wirtschaft es doch geschafft habe, dem Worst-Case-Szenario zu entgehen.

Die weitere Entwicklung würde von der Lage auf den internationalen Märkten abhängen (in erster Linie von den Erdölpreisen), und davon, wie sich die Lage im russischen Bankwesen entwickeln würde. Das heißt, ob die russische Wirtschaft wieder Zugang zu den Krediten bekommt.

Keine Hilfe aus dem Ausland

Die Lage der Weltwirtschaft kann man vorsichtig mit einem gewissen Optimismus betrachten, denn die Erdölpreise verharren etwa drei Monate lang bei einem Preis von 50 US-Dollar je Barrel. Die Experten des Finanzunternehmens FBK sind jedoch der Auffassung, dass trotz der im April beim G20-Gipfel in London lobenswert beschlossenen Antikrisenmaßnahmen der eigentliche Kampf gegen die weltweite Wirtschaftskrise nur schleppend und nicht besonders erfolgreich vorangehe.

Vergegenwärtigen wir uns, wie der russische Finanzminister Alexej Kudrin neulich mutmaßte, dass die Rezession der US-Wirtschaft noch etwa 16 bis 18 Monate andauern, und die nachfolgende Wiederbelebung etliche Jahre in Anspruch nehmen würde. Eine ähnliche Einschätzung geben auch die Experten des Internationalen Währungsfonds, die davon ausgehen, dass die aktuelle „atypische Rezession“ nicht weniger als 18 Monate dauern sollte.

Sollte dies zutreffen, würde das bedeuten, dass es in naher Zukunft keine äußeren Voraussetzungen für das Wachstum in der russischen Wirtschaft geben würde. Was die Erdölpreise betrifft, so haben bereits Anfang dieses Jahres viele Experten gesagt, dass die steigenden Erdölpreise auf die politischen Manipulationen interessierter Akteure sowohl im Westen als auch im Osten zurückzuführen seien. Zudem prophezeiten sie, dass die Preise die Marke von 55 US-Dollar je Barrel erreichen und dann absaufen würden, denn es gab ihrer Meinung nach keine objektiven Voraussetzungen für einen weiteren Preisanstieg.

Noch vor der Krise wurde „das schwarze Gold“ in der Tat äußerst überschätzt. In den letzten drei bis vier Jahren wuchs die Nachfrage nach Erdöl jährlich um maximal drei Prozent, die Preise hingegen um satte 47 bis 48 Prozent. Die Ursache dieses Wachstums lag im boomenden Spekulationsgeschäft, das dazu führte, dass die gehandelten Erdöl-Futures zu einer Art Alternativwährung geworden waren.

Doch in den kommenden Jahren werden die Erdölpreise aller Wahrscheinlichkeit nach von objektiven Wirtschaftsfaktoren bestimmt werden, allen voran von der realen Nachfrage seitens der Industrie. Diese Nachfrage jedoch bleibt vor dem Hintergrund einer weltweiten Rezession ziemlich niedrig.

Boris Kagarlizki, Direktor des Instituts für Globalisierungsforschung in Moskau, der als einer der ersten den starken Rückgang der Erdölpreise prognostizierte, vertritt die Auffassung, dass der wirtschaftliche Aufschwung in der Welt erst dann möglich sein würde, wenn die Erdölpreise bis auf das Niveau des Selbstkostenpreises sinken würden. Laut Prognose von Kagarlizki könnte ein Barrel Erdöl im Jahr 2010 durchaus zwölf bis 15 US-Dollar kosten.

Die zweite Welle

Die objektiven Wachstumsvoraussetzungen im Inland sind genauso spärlich wie im Ausland. Die vergleichbar starke Konsumnachfrage im Inland Ende 2008/Anfang 2009 war dadurch zu erklären, dass die meisten Russen, die um ihr Geld fürchten mussten, es vorgezogen haben, die vorhandenen Finanzmittel in Langzeitgüter wie Autos oder Elektronik zu investieren.

Doch die Sparmaßnamen, die von den Firmen in Russland bereits ergriffen wurden (Personalabbau, Lohnsenkungen), werden unweigerlich zu einer Konsumflaute führen. Dies kann bereits im späten Frühjahr 2009 einsetzen. Diejenigen Unternehmen, deren Produkte und Leistungen vom Markt nicht genommen werden, werden herbe Verluste hinnehmen müssen. Dann wird der Markt von einer erneuten Entlassungswelle überrollt.

Importsubstituierende Produktion ist immer noch ohne Erfolg in Russland. Dies ist eine Sache, die unter Umständen auch länger dauern könnte. Um Maschinen einzukaufen und die Produktionsstätten umzurüsten braucht man im Schnitt sechs bis 18 Monate. Doch es geht nicht allein darum.

Die Kreditzinsen sind in Russland im Moment dermaßen hoch, dass Unternehmer sogar nicht an Kreditaufnahme denken können. Jewgeni Nadorschin, Analyst der „Trust“-Bank, geht davon aus, dass die Banken mindestens bis Ende 2009 sich damit beschäftigen werden, eigene Probleme zu lösen. Aus diesem Grund würde es sich für die heimischen Unternehmen derzeit nicht lohnen, auf günstige Kredite zu hoffen.

Dass Kredite nicht zu bekommen sind, bestätigen auch die Ergebnisse einer Meinungsumfrage, die vom Institut für Wirtschaft der Übergangsperiode durchgeführt wurde. Im April 2009 haben 52 Prozent der Befragten angegeben, sie seien in der Lage, ihre Kredite zu bezahlen, im März waren es 58 Prozent.

In den meisten Fällen kommen vor allem jene Unternehmen an Kredite, die auch vor der Krise die Basis der russischen Wirtschaft bildeten: Energiewirtschaft, Hüttenindustrie, Bauindustrie. Die Top-Ten-Liste der größten Kreditnehmer, die in den vergangenen sechs Monaten Kredite in Höhe von 31 bis 123 Milliarden Rubel bekamen (1 Euro = 44,04 Rubel), machen fast ausschließlich Unternehmen aus der Hütten- und Erdölindustrie aus.

Firmen, die die importsubstituierende Produktion auf die Beine zu stellen versuchen, sind hier nicht anzutreffen - ausgenommen die Automobilindustrie, wobei es sich dabei nicht um die zukunftsorientierte Entwicklung handelt, sondern eher um die Rettung der Werke.
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Alt 23.04.2009, 19:53   #91
Hasi
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Russisches Wirtschaftsministerium rechnet mit Aufleben der Wirtschaft


MOSKAU, 23. April (RIA Novosti). Das russische Wirtschaftsministerium rechnet mit einem Wachstum des Bruttoinlandsproduktes im zweiten Quartal 2009 um 1,3 bis 2,8 Prozent gegenüber dem ersten Quartal dieses Jahres. Das sagte der stellvertretende Wirtschaftsminister Andrej Klepatsch am Donnerstag zu Journalisten.

Die russische Wirtschaft fange an aufzuleben, fügte er hinzu.

Der stellvertretende Minister merkte zugleich an, dass im zweiten Quartal 2009 ein BIP-Rückgang um 8,7 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum 2008 zu erwarten sei.

Nach seinen Angaben ist das BIP im März und im ersten Quartal 2009 insgesamt um 9,5 Prozent gesunken. Das Wirtschaftsministerium habe die Einschätzungen zum BIP-Rückgang für den Januar von 8,8 auf 10,4 Prozent und für den Februar von 7,3 auf 8,7 Prozent revidiert. „Abgesehen von der Saisonkonjunktur hat sich der BIP-Rückgang im März 2009 gegenüber dem Februar 2009 auf minus 0,7 belaufen“, sagte Klepatsch.

Ihm zufolge ist das BIP-Minus vor allem auf die Verringerung der Investitionen und des Einzelhandelvolumens zurückzuführen.

Die frühere BIP-Prognose für das erste Quartal hatte auf minus 7,0 bis 7,2 Prozent gelautet.

Laut Klepatsch wird das Wirtschaftsministerium die auf 2,2 Prozent bezifferte Prognose zum BIP-Rückgang in diesem Jahr revidieren.

Er wollte den neuen Prognosewert nicht nennen, merkte jedoch an, dass „die Bewertung des IWF recht realistisch ist“.

Aus dem in dieser Woche veröffentlichten IWF-Bericht geht hervor, dass das BIP Russlands im Jahr 2009 um sechs Prozent sinken und im Jahr 2010 um 0,5 Prozent steigen werde.

Klepatsch äußerte die Hoffnung, dass die wirtschaftliche Situation mit Hilfe von Antikrisenmaßnahmen verbessert werden könne.

Nach Angaben des stellvertretenden Ministers ist der vorausgesagte Durchschnittspreis für Rohöl der Sorte Urals im Jahr 2009 von 41 US-Dollar auf 45 US-Dollar je Barrel angehoben worden.
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Alt 18.07.2009, 22:53   #92
Hasi
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Russlands Weizenexport explodiert

MOSKAU, 16. Juli (RIA Novosti). Russlands Weizenexport ist in den ersten fünf Monaten dieses Jahres auf 6,26 Millionen Tonnen und somit fast auf das Sechsfache gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres gestiegen.

Das teilt die staatliche Statistikbehörde Rosstat am Donnerstag mit.

Laut den Angaben der Föderalen Zollbehörde, hat dieser Umfang wertmäßig eine Milliarde US-Dollar betragen.

Der Export von Weizen stieg im Mai 2009 gegenüber dem Vergleichsmonat des Vorjahres auf das 230-fache und erreichte 1,05 Millionen Tonnen.

Der Export von der Gerste stieg in den ersten fünf Monaten 2009 auf das 32-fache auf 1,39 Millionen Tonnen und der von den Sonnenblumensamen auf das 4,2-fache - auf 83 000 Tonnen.

Der Export von Rapssamen stieg auf das 4,6-fache und betrug 15 700 Tonnen.

Der Getreideexport insgesamt stieg im Zeitraum von Januar bis Mai dieses Jahres auf das 7,3-fache - auf 8,71 Millionen Tonnen. Im Mai stieg er gegenüber dem Mai des Vorjahres auf 1,86 Millionen Tonnen und somit auf das 87-fache.
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Alt 19.07.2009, 12:53   #93
Dagobert Duck
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Cool Leben und Leben lassen!

Genau deshalb bin ich ein Verfechter der Freien Marktwirtschaft!

Kommunistisches Russland - größter Getreide Importeur !
Marktwirtschaftliches Russland - Getreide Exporteur !


Genau das kapieren die Deutschen Politiker nicht, das die Menschen sehr Innovativ & Leistungsfähig sind, um sich "Privaten Wohlstand" aufzubauen, und nicht um einen Staatsapparat und dessen Eigenartigkeiten, mit ihrem Leiden & Schweiß zu sponsern.
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Alt 01.09.2009, 12:07   #94
Hasi
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Wirtschaftsministerium erhöht Wachstumsprognose

MOSKAU, 01. September (RIA Novosti). Nach Finanzminister Alexej Kudrin prophezeit nun auch das Wirtschaftsministerium ein stärkeres Wachstum im kommenden Jahr.

Im kommenden Jahr wachse das Bruttoinlandprodukt (BIP) voraussichtlich um 1,6 Prozent, sagte ein russischer Regierungsbeamter am Dienstag zu RIA Novosti unter Berufung auf die neue Prognose des Wirtschaftsministeriums. Die bisherige Prognose hatte ein einprozentiges Wachstum vorgesehen.

Gegen 2012 erreiche die russische Wirtschaft möglicherweise den Vorkrisenstand, hieß es weiter.

Zuvor hatte auch Finanzminister Alexej Kudrin am Dienstag ein stärkeres BIP-Wachstum für 2010 prognostiziert, ohne konkrete Zahlen angeben zu wollen.
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Alt 01.09.2009, 12:08   #95
Hasi
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Kudrin erwartet höhere Ölpreise und Staatseinnahmen

MOSKAU, 01. September (RIA Novosti). Der russische Finanzminister Alexej Kudrin erwartet im kommenden Jahr ein stärkeres Wirtschaftswachstum, höhere Ölpreise und Haushaltseinnahmen, warnt aber vor übermäßigen Staatszuschüssen für die Wirtschaft.

Die Haushalteinnahmen im kommenden Jahr würden voraussichtlich höher als die geplanten 145 Milliarden Euro sein, sagte Kudrin am Dienstag. Die Regierung arbeite zurzeit an einer neuen Prognose.

Man erwarte im kommenden Jahr auch ein schnelleres Wachstum des Bruttoinlandproduktes, teilte der Finanzminister mit, ohne konkrete Zahlen angeben zu wollen. Zuvor hatte das Wirtschaftsministerium ein einprozentiges BIP-Wachstum für 2010 prognostiziert.

Das russische Urals-Öl werde im laufenden Jahr voraussichtlich 57 US-Dollar pro Barrel kosten. Das seien drei Dollar mehr als bisher prognostiziert wurde.

Trotzdem habe Russland die Krise noch nicht überwunden, sondern stehe am Beginn des Weges. Es sei dabei unzweckmäßig, noch mehr Staatsgelder in die Wirtschaft zu pumpen: „Die Finanzierung der Wirtschaft ist ausreichend, mehr geht nicht“.
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Alt 03.06.2010, 22:25   #96
Hasi
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Morgan Stanley erwartet dynamischen Spurt von Russlands Wirtschaft

MOSKAU, 03. Juni (RIA Novosti). Russland wird in diesem Jahr zu den Ländern mit besonders beeindruckendem Tempo des Wirtschaftswachstums gehören - trotz der Auswirkung der globalen Krise und des unzureichenden Zustroms von Investitionen. Diese Meinung vertritt John J. Mack, VR-Chef des US-Finanzinstituts Morgan Stanley, der im Juni zum Internationalen St. Petersburger Wirtschaftsforum kommt.

„Bei Morgan Stanley vertreten wir die Ansicht, dass das rasanteste Wachstumstempo in der Wirtschaft in diesem Jahr in China, Indien, Brasilien und Russland zu erwarten ist“, sagte er in einem RIA-Novosti-Gespräch. „Russland weist beeindruckende Finanzberichte vor bei relativ geringem Umfang von Kreditanleihen, was die Hauptvorteile dieses Landes sind.“

In Petersburg wolle er unter anderem an der Diskussionsrunde „Neuer Blick auf globale Wirtschaftstendenzen“ teilnehmen, wo es um eine Spitzenrolle Russlands und der BRIC-Länder insgesamt bei der Wiederherstellung der Weltwirtschaft nach der Krise gehen wird.

Nach Ansicht des namhaften Financiers wird Russlands Entwicklung unter anderem vom Mangel an Investitionen aus dem Ausland gehemmt, was sowohl mit der globalen Situation, als auch mit dem unzureichenden Schutz der Eigentumsrechte in Russland verbunden sei.

Die großen Investoren, die sich in St. Petersburg versammeln werden, erwarten bestimmte Signale von Präsident Dmitri Medwedew, unter dessen persönlicher Schirmherrschaft dieses angesehene Forum stattfindet. „Es gibt eine Reihe von ernsthaften Initiativen, die beim Forum diskutiert werden“, sagte Mack. „Dies könnte die Investoren davon überzeugen, dass Russland eine Hauptrichtung der globalen Investitionen bleibt und sich auf dem Weg eines langfristigen und stabilen Wachstums befindet.“

Das St. Petersburger Forum sei ein wichtiger Treffpunkt für diejenigen, die die globale Wirtschaft real mitprägen, betonte der Morgan-Stanley-Chef. Außerdem „bietet es Russland die Möglichkeit, seine Leistungen zu zeigen und seine Vorstellungen von einer Mobilisierung von Investitionen und der Entwicklung der nationalen Wirtschaft darzulegen.“

Eine spezielle Rundtischdiskussion im Rahmen des Forums wird den russisch-amerikanischen Beziehungen im Handels- und Investmentbereich gelten. Diese Beziehungen brauchen, genauso wie die bilateralen politischen Beziehungen, ein „Reset“, betonte der Experte.

Der Finanzriese Morgan Stanley mit dem Hauptquartier in New York verwaltet Aktiva in Höhe von rund 800 Milliarden Dollar. Er bietet seine Dienstleistungen Unternehmen, Regierungen und Finanzinstituten in 36 Ländern an.

Das Internationale St. Petersburger Wirtschaftsforum wird vom 17. bis 19. Juni stattfinden. RIA Novosti ist der General-Medienpartner des Forums.
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Alt 09.06.2010, 16:30   #97
Luis
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Ausrufezeichen Wichtige Mitteilung der Deutschen Bank AG an die alt RNGS Aktionäre...

Wichtige Mitteilung der Deutschen Bank AG an die alt RNGS Aktionäre...


http://www.uptotrade.de/talk/showthread.php?t=3603
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Alt 27.06.2010, 21:59   #98
Luis
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Standard Kreml drängt auf Russen-Einstieg bei Infineon

Wladimir Putin und Dmitri Medwedjew wollen über das Kanzleramt dem Sistema-Konzern den Einstieg bei Infineon erleichtern.

Nach mehreren gescheiterten Versuchen will Russland der „Financial Times Deutschland“ zufolge nun über das Bundeskanzleramt Zugriff auf den Chipkonzern Infineon bekommen. Präsident Dmitri Medwedjew und Regierungschef Wladimir Putin haben nach Informationen der Zeitung in Gesprächen mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) insistiert, dass der russische Mischkonzern Sistema bei Infineon mit 29 Prozent einsteigen darf.

Das Kanzleramt habe sich daraufhin bereit erklärt, als Vermittler aufzutreten, berichtet die FTD. Merkel habe das Ansinnen grundsätzlich positiv aufgenommen und zugesichert, Gespräche mit dem Konzern erleichtern zu wollen. Die Kanzlerin habe ihren Wirtschaftsberater Jens Weidmann beauftragt, die Lage bei Infineon zu sondieren. „Druck werden wir aber nicht aufbauen“, versicherte ein Regierungsvertreter, so die FTD.

Nach den Zeitungsinformationen wird bei Infineon vermutet, dass für die Russen vor allem Pass- und Verschlüsselungstechniken des Halbleiter-Unternehmens interessant sind, die sich auch militärisch nutzen ließen. Infineon wollte dazu am Sonntag keine Stellung nehmen.

Die Russen werben seit Jahren um den Dax-Konzern mit 25.000 Beschäftigten und zuletzt drei Milliarden Euro Jahresumsatz. Schon im Mai 2008 hatte Sistema Interesse an Infinon bekundet. Bekanntgeworden war Sistema vor allem durch den Versuch, bei der Deutschen Telekom einzusteigen. Wie bislang bei Infineon kam Sistema bei der Telekom aber nicht zum Zuge.

dpa/dma

http://www.welt.de/wirtschaft/artic...i-Infineon.html
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Alt 15.07.2010, 19:16   #99
Luis
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Lächeln Merkel bei Medwedjew: Mit riesiger Delegation ins russische Ruhrgebiet

Zwischen Präsident Medwedjew und Kanzlerin Merkel ist längst eine eigenständige Beziehung entstanden



Probleme lassen sich im Russland Medwedjews offen und rational formulieren

Die deutsche Wirtschaftsdelegation hat in Russland Verträge in Milliardenhöhe abgeschlossen. Angela Merkel bezeichnete die bilateralen Beziehungen als „sehr, sehr gut“. Zwischen Kanzlerin und Medwedjew herrscht ein anderer Ton als zwischen ihr und Wladimir Putin.

Von Majid Sattar, Jekaterinburg

15. Juli 2010

Der graue Himmel über dem Ural sollte nicht als schlechtes Omen für die deutsch-russischen Beziehungen verstanden werden. „Wir alle haben uns nach Regen und Kühle gesehnt“, sagte Dimitrij Medwedjew, der in Moskau unter ähnlichen Temperaturen gelitten hatte wie Angela Merkel in Berlin. Die Bundeskanzlerin war mit einer riesigen Delegation, unter ihnen fünf Bundesminister, in insgesamt drei Regierungsflugzeugen nach Jekaterinburg gereist - und ist sowohl den Temperaturen Mitteleuropas als auch den koalitionspolitischen Verwerfungen entflohen. Im Ausland ist sie ein anerkannter, geschätzter Gesprächspartner. Das ist Balsam für die Seele der Innenpolitikerin - oder eben ein kühler Regenschauer nach einem hitzigen Streit.

Medwedjew hatte bewusst die Hauptstadt des Urals als Ort für die zwölften deutsch-russischen Konsultationen gewählt. Jekaterinburg gilt als das russische Ruhrgebiet. In Sowjetzeiten war die Metropole unter dem Namen Swerdlowsk als Zentrum der Rüstungsindustrie eine „geschlossene Stadt“. Noch heute ist die Region geprägt von der Schwerindustrie und dem Maschinenbau, doch werden hier längst nicht mehr nur Panzer gebaut. So ist die Stadt auch Symbol des Wandels in Russland - diese Botschaft jedenfalls will Medwedjew im Westen verbreitet wissen.

Die deutsch-russischen Beziehungen sind für die Kanzlerin neben dem deutsch-französischen Verhältnis ein Schwerpunkt ihrer Außenpolitik. So kritisch sie die Lage etwa der Menschenrechte sieht, so sehr ist sie doch darum bemüht, den Modernisierungskurs Medwedjews zu unterstützen. So beschreibt Frau Merkel, die Superlative eigentlich meidet, die Beziehungen als „sehr, sehr gut“. Das soll nicht jene Felder überdecken, auf denen es Meinungsverschiedenheiten gibt. Nur lassen sich diese im Russland Medwedjews offen und rational formulieren, ganz gleich, ob es um Konflikte in der Handelspolitik geht oder um Ermittlungen im Fall der von einem Jahr ermordeten Menschenrechtlerin Natalja Estemirowa, nach denen sich Frau Merkel beim Präsidenten erkundigte.

Putin ist in Jekaterinburg nicht dabei

Zwischen beiden herrscht ein anderer Gesprächston als zwischen ihr und Wladimir Putin, zwischen Kanzlerin und Präsident ist längst eine eigenständige Beziehung entstanden, die keiner Rückversicherung durch Dritte bedarf. Der Ministerpräsident ist in Jekaterinburg nicht dabei. Offiziell wird auf das Format der Konsultationen verwiesen. Nicht-offiziell wird eingestanden, Putin habe ursprünglich durchaus erwogen, in den Ural zu kommen.

Anfang Juni hatten Frau Merkel und Medwedjew auf Schloss Meseberg in Brandenburg ein mehrstündiges Gespräch geführt und vereinbart, Russland sicherheitspolitisch enger an die Europäische Union heranzuführen. Beide Seiten wussten um die Gefahren, die es dabei zu umschiffen galt - Ängste der Polen und der Balten, aber auch Widerstände aus Washington, das ohnehin die Bedeutung der Nato schwinden sieht. Christoph Heusgen, der sicherheitspolitische Berater der Kanzlerin, hatte letztlich die Idee, ein bestehendes Forum, das Politik- und Sicherheitskomitee, das ihm aus seiner Zeit in Brüssel vertraut ist, aufzuwerten. Nunmehr soll es zwischen der EU-Außenbeauftragten Catherine Ashton und dem russischen Außenminister Sergej Lawrow eine engere Abstimmung bei der Lösung postsowjetischer Konflikte, etwa in Transnistrien, geben.

Russland sieht die Strafmaßnahmen der EU und Amerikas mit Sorge

Auf anderen Feldern der internationalen Politik gibt es durchaus Probleme. Zwar trug Moskau jüngst im UN-Sicherheitsrat eine Verschärfung der Iran-Sanktionen mit, doch sieht die russische Regierung die noch weitergehenden bilateralen Strafmaßnamen der Europäischen Union und Amerikas mit Sorge. Sowohl Frau Merkel als auch ihr Außenminister Guido Westerwelle mühten sich, Russland zu erklären, die Politik Brüssels schade Moskau keinesfalls. Letztlich richten sich die russischen Bedenken auch eher gegen Schritte des amerikanischen Kongresses, die womöglich russischen energiewirtschaftlichen Interessen zuwiderlaufen.

Außenminister Sergej Lawrow konnte am Ende bei einem Abendessen mit Westerwelle (nach einem Besuch einer großen Reitsportanlage durch die beiden Pferdeliebhaber) nur einen - freundlich ausgedrückt - überschwänglichen Toast aussprechen: „Auf die Lösung aller Konflikte!“ Sodann wurde Wodka getrunken.
Frau Merkel und Medwedjew sind sich zudem einig, die bilateralen Beziehungen zu diversifizieren - soll heißen: Russland und Deutschland verbindet wirtschaftlich mehr als nur der Erdgashandel, zumal die russische Seite heute weiß, dass auch in anderen Weltregionen Gasfelder erschlossen werden, die die eigene Dominanz auf diesem Gebiet mittelfristig gefährden. So suchten sie neue Kooperationsformen, nachdem beide Länder das Tal der Wirtschafts- und Finanzkrise durchschritten hatten, wie die Kanzlerin vor einer deutsch-russischen Wirtschaftstagung sagte.

Vertrag über den Bau von Regionalzügen im Wert von 2,2 Milliarden Euro

In Jekaterinburg vereinbarte Minister Philip Rösler etwa eine Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Gesundheitspolitik. Erste Schritte auf dem Gebiet des Infektionsschutzes sollen künftige Gemeinschaftsprojekte einleiten. Die Rechnung ist aus deutscher Sicht einfach: Wenn Russland sich dereinst daran macht, seine Krankenhäuser zu modernisieren, dann bietet sich Deutschland auf dem Felde der Medizintechnik ein riesiger Exportmarkt. Darauf setzen Unternehmen wie Siemens, die sich ohnehin schon stark auf dem russischen Markt engagieren. Peter Löscher, Vorstandsvorsitzender von Siemens, unterschrieb am Donnerstag in Jekaterinburg einen Vorvertrag über den Bau von 240 Regionalzügen im Wert von 2,2 Milliarden Euro für die russische Staatsbahn. Zudem ist eine strategische Partnerschaft im Bereich der Windkraft geplant.

Die fruchtbaren wirtschaftlichen Beziehungen beider Länder, die schon durch die Größe der Merkelschen Wirtschaftsdelegation angezeigt wurde, haben indes immer noch mit gewissen Befindlichkeiten zu kämpfen. Der deutschen Seite ist bewusst, dass in der russischen Regierung die Meinung verbreitet ist, russisches Kapital sei im Westen eigentlich nicht gern gesehen. Versuche russischer Banken etwa, sich an Unternehmen wie EADS oder Infineon zu beteiligen, scheiterten, weil letztlich auch Sicherheitsinteressen der Bundesrepublik berührt waren. Russland fühlt sich ob solcher Bedenken zurückgestoßen, in Deutschland wiederum wird darauf verwiesen, dass die Projekte ungeschickt angegangen worden seien. Im Zweifel sei vorerst etwa ein Joint Venture einer direkten Kapitalbeteiligung vorzuziehen.

Merkel will Visa-Erleichterungen prüfen

Klaus Mangold, Vorsitzender des Ostausschusses der deutschen Wirtschaft, warb darum, schwierige Einzelfälle nicht zu verallgemeinern: „Russische Investitionen sind in Deutschland willkommen.“ Auch warb er - ganz im Sinne Medwedjews - auf der deutschen Seite für Visa-Erleichterungen. Frau Merkel versprach keine Änderungen „von einem Tag auf den anderen“, sagte aber, sie habe schon mit dem Innenministerium Kontakt gehabt, um Erleichterungen zu prüfen.

Keine 24 Stunden war die Bundeskanzlerin in Russland, bevor sie sich auf den Weiterflug nach China machte. So blieb wenig Zeit für ein kulturelles Rahmenprogramm, wobei das Angebot der Hauptstadt des Urals diesbezüglich auch als bescheiden betrachtet werden darf: Am Donnerstagvormittag besuchte die Kanzlerin die „Kathedrale auf dem Blut“, wo einst die letzte Zarenfamilie der Romanows getötet worden war.

Text: F.A.Z.
Bildmaterial: AP, dpa

http://www.faz.net/s/RubEC1ACFE1EE2... ~Scontent.html
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Alt 29.07.2010, 21:54   #100
Luis
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Lächeln Tognum weitet Russlandgeschäft aus....

Tognum weitet Russlandgeschäft aus
29.07.2010 | 19:17

Der Antriebssystem- und Energieanlagen-Spezialist Tognum weitet sein Russlandgeschäft aus. Wie der MDAX-Konzern mitteilte, hat er mit einer Arbeitsgruppe der russischen Regierung eine Absichtserklärung für die gemeinsame Produktion und den Vertrieb schnelllaufender Hochleistungsdieselmotoren für Russland unterzeichnet. Hierbei sollen Motoren für ein breites Spektrum von Anwendungen wie zum Beispiel Bahn, Energieerzeugung, Marine oder Industrie produziert werden.

Autor: Dow Jones Newswire

TOGNUM - RUSSLAND
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